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Psychomotoriktherapie
Die Psychomotoriktherapie im Rottal ist ein pädagogisch-therapeutisches Angebot der Schulen Buttisholz, Grosswangen und Ruswil. Dieses richtet sich an Kinder und Jugendliche, welche Schwierigkeiten haben den eigenen Körper ausreichend differenziert wahrzunehmen und so zu steuern, dass sie die vielfältigen Anforderungen in ihrem Alltag dem Alter entsprechend bewältigen können. Solche Schwierigkeiten können beim Betroffenen wie auch bei dessen Bezugspersonen Leidensdruck verursachen und weitere einschränkende Auswirkungen zur Folge haben.


Wie zeigen sich psychomotorische Auffälligkeiten?

Beobachtet werden können beispielsweise:

  • Schwierigkeiten bei der Steuerung des Gleichgewichts, der Bewegungskoordination und Bewegungskontrolle
  • erschwerte Bewegungs- und Handlungsplanung
  • Ungenauigkeiten und/oder Verkrampfungen beim Basteln, Zeichnen, Schreiben
  • kurze Aufmerksamkeits- und Konzentrationsdauer
  • Schwierigkeiten in der Orientierung am eigenen Körper und im Raum
  • geringes Selbstvertrauen
  • ängstliches, gehemmtes oder kleinkindliches Verhalten
  • niedrige Frustrationstoleranz
  • erschwerte Kontaktnahme mit anderen Kindern
  • körperliche Unruhe
  • Probleme mit Einhalten von Regeln
  • Mühe sich auf neue Situationen einzulassen


Aufgabenbereich und Angebote

Das Angebot umfasst grundsätzlich:

  • Erfassung und Diagnostik (Psychomotorische Abklärung)
  • Einzel- und Kleingruppentherapie, in der Regel einmal pro Woche 45min
  • Beratung von Eltern und Lehrpersonen
  • Zusammenarbeit und Austausch mit betroffenen Fachpersonen
  • Prävention, Öffentlichkeitsarbeit

Melden Sie sich, falls Sie spezifische Fragen haben bezüglich des Dienstleistungsangebotes der Psychomotorik-Therapiestelle Rottal.


Ziele

Ziele der Psychomotorik-Therapie sind die Förderung im Bewegungs- und Wahrnehmungsbereich sowie die Unterstützung einer positiven Entwicklung der Selbstkompetenz und des Sozialverhaltens, damit das Kind in seinem Lebensalltag zunehmend besser zurechtkommt und ein entstandener Leidensdruck vermindert werden kann.

Diese Zielsetzung führt zu einer Unterstützung des Kindes in folgenden Bereichen:

  • Selbständigkeit und Eigenaktivität
  • Stärkung des Selbstvertrauens und in der Wahrnehmung des Selbstwertes
  • Wahrnehmen und Weiterentwickeln der persönlichen Ressourcen und Fähigkeiten
  • Erweitern der Bewegungskompetenzen im grob-, fein- und grafomotorischen Bereich (z.B. turnen, basteln, schreiben)
  • Differenzierung der Wahrnehmungsfähigkeiten und des Körpergefühls
  • Entwickeln neuer Strategien respektive Lösungsmöglichkeiten, um mit Problemen, bestimmten Materialien und Alltagshandlungen einen besseren Umgang finden zu können
  • Erweitern der Sozialkompetenz und Kommunikationsfähigkeit


Erfassung und Diagnostik

Die Anmeldung für eine Abklärung wird je nach Situation durch die Eltern, Lehrpersonen von Kindergarten oder Schule, zuständige Fachleute wie Arzt/Ärztin, Heilpädagogin, Schulpsychologin, Logopädin oder Früherzieherin veranlasst. Für die Anmeldung eines Kindes ist das Einverständnis der Eltern erforderlich.

In der Diagnostik soll das Kind möglichst ganzheitlich erfasst werden. Sie beinhaltet Beobachtungen in freien und strukturierten Spiel- und Bewegungssituationen sowie Gespräche mit dem Kind, den Eltern und weiteren Personen seines Umfeldes.


Arbeitsweisen

Die Psychomotorik-Therapeutin arbeitet mit den Elementen Bewegung, Spiel, Musik und weiteren gestalterischen Ausdrucksmitteln. Das Kind kann im geschützten Rahmen seine Fähigkeiten und Grenzen kennen lernen. Es baut seine Fertigkeiten aus und lernt mit seinen Schwierigkeiten umzugehen. Es hat die Möglichkeit über Bewegungs- und Symbolspiele Erlebnisse, Gefühle und Konflikte auszudrücken und zu verarbeiten.

Die Arbeit der Psychomotorik-Therapeutin orientiert sich:

  • an den persönlichen Entwicklungsthemen des Kindes
  • an seinen Ressourcen und Defiziten
  • am individuellen Spiel- und Bewegungsverhalten
  • an der Erlebniswelt des Kindes


Finanzierung

Die Psychomotoriktherapie ist ein pädagogisch-therapeutisches Angebot und wird im Kanton Luzern von allen Schulgemeinden angeboten und finanziert.